Sonderheft: Soziale Mindeststandards in Call-Centern durchsetzen
Die Juli-Ausgabe 2008 der im Bund-Verlag erscheinenden Fachzeitschrift „Computer und Arbeit“ behandelte das Schwerpunktthema „Call- und Servicecenter“. Beiträge zu sozialen Mindeststandards, gegliedert nach acht Gestaltungsfeldern, werden umrahmt von News und Hintergrundinformationen.
Themen sind unter anderen:
- Das Call-Center "frisst" sich durch das Unternehmen
- Arbeitsorganisation im Call-Center
- Call-Center: Kompetenz statt Kontrolle
- Leistungskennzahlen im Call-Center
- Mindeststandards für Gesundheit und Sicherheit
- Personaleinsatzplanung im Call-Center
- Qualifizierte Call-Center-Beschäftigte - ex und hopp?
- "Soziales Benchmarking" in Call-Centern ...
Inhaltsverzeichnis Schwerpunktheft (85 KB)
Editorial Schwerpunktheft (44 KB) (Klaus Heß/Gerd Schweizer)
"Ehrenkodex (44 KB)" für Call Center-Betreiber (Gerd Schweizer)
Die AutorInnen sind überwiegend BeraterInnen aus dem bundesweiten TBS-Netz und ver.di-SekretärInnen, die sich z.T. schon seit Jahren mit der Callcenter-Thematik befassen und die jährlichen Callcenter-Fachtagungen mitgestaltet haben.
AbonnentInnen bekamen das Heft regulär zugestellt, das Schwerpunktheft ist nun aber auch zum Preis von 5.- € (ggf. zzgl. Versandkosten) als eigenständige Broschüre erhältlich.
Das Sonderheft könnt ihr bei den zum TBS-Netz gehörenden Einrichtungen (siehe Startseite) und bei den Ansprechpartner zum Thema Call Center (siehe Randspalte rechts) erhalten.
Wolfgang Fricke, Herausgeber der Computer und Arbeit:
"Dass die Arbeitsbedingungen in vielen, wenn nicht den meisten Call-Centern zu wünschen übrig lassen, ist weitgehend bekannt. Und das gilt sowohl für die Gestaltung der Arbeit und der eingesetzten Technik wie für die Arbeitsorganisation und die üblichen Einkommen, die auch bei Vollzeitjobs allzuoft nicht einmal ausreichen, um davon ohne staatliche Zusatzleistungen leben zu können – von extremer Leistungs- und Verhaltenskontrolle am Arbeitsplatz mal ganz zu schweigen. Es ist also in der Tat wichtig, diese Thema durch stärkere gewerkschaftliche Vertretung, die Wahl von Betriebs-/Personalräten und nicht zuletzt durch den politischen Kampf um betriebsübergreifende soziale Mindeststandards anzupacken.
Betroffen ist allerdings längst nicht mehr allein die Call-Center-Branche. Vielmehr lässt sich beobachten, dass "Telefonarbeit" zunehmend auch ganz andere, vor allem sachbearbeitende Berufe "infiltriert". Anders ausgedrückt: Unter den - im Prinzip ja positiv zu wertenden! - Schlagworten Kundenfreundlichkeit, Qualitätsmanagement und Serviceorientierung dringen Elemente der Call-Center-Arbeit in immer mehr Tätigkeitsbeschreibungen ein, einschließlich der damit verbundenen Probleme in ergonomischer, gesundheitlicher, arbeitsorganisatorischer und - nicht zuletzt - datenschützerischer Hinsicht. Dies war auch der Grund dafür, in enger Zusammenarbeit mit dem TBS-Netz und der Gewerkschaft ver.di ein komplettes Schwerpunktheft nur zu diesem Thema zu machen ... "
Mehr Infos über die CuA und Bestellmöglichkeit auf der Website des AiB-Verlags.